Einer fehlt.

Ich bin traurig, sehr sogar. Aber auch stolz. Denn sehr oft möchte ich unserer Gesellschaft und auch großen Teilen der BVB-Anhängerschaft Menschlichkeit und Fingerspitzengefühl absprechen. Doch was sich heute im Stadion nach diesen schrecklichen Vorfällen abgespielt hat, erfüllt mich mit großen Stolz. Über die Kollegen die alles mögliche versucht haben, um den beiden Leuten zu helfen, den Mainzern für eine unglaubliche Solidarität und auch über uns alle, den Stadionbesuchern. Ein unglaublich starkes Zeichen was sich im Stadion an Menschlichkeit abgespielt hat, vor allem bei den zwei You’ll Never Walk Alone Gesängen. Ich hatte noch niemals so eine Gänsehaut in einem Fußballstadion und ich habe mittlerweile doch einige gesehen. Respekt an die Südtribüne und die aktive Fanszene. 

Am Ende jedoch, ist jemand gestorben. Nicht mehr da. Jemand von uns, ein Borusse. Unsere Gedanken sind alleine bei dem Verstobenen, allen Angehörigen und Freunden, denen ich alle Kraft dieser Welt wünsche. Dem anderen ist egal in welchem Krankenhaus dieser Welt, die Kraft zu wünschen sich wieder zurück ins Leben kämpfen zu können.

Nochmals erwähnen möchte ich die Leistung der Kolleginnen und Kollegen, die unter unglaublichen Umständen handeln mussten. Unglaublich traurig geht dieser Tag, in dem Fußball wirklich absolut unwichtig war, nun also zu Ende.

Eines steht fest: Borussia ist mehr als Fußball.