Des Enkes Erbe

Heute vor sechs Jahren hat sich Robert Enke sein Leben genommen. Ein tragischer Unfall der für seine Familie, den Zugführer und dessen Familie mit Sicherheit niemals vergessen wird. Hier ist den Betroffenen zu wünschen das sie die best mögliche Hilfe, die in so einer schlimmen Situation möglich ist, zu jeder Zeit erhalten. 
Doch was hat sich seitdem geändert? Der Druck aus Gesellschaft und Medienlandschaft ist eher größer geworden. Ich möchte und kann nicht darüber urteilen, ob ein Suizid sinnvoll gewesen ist oder nicht, aber in diesem prominenten Beispiel sollten sich einige Leute ab und an erinnern, wenn es darum geht wieviel Druck auf Spieler ausgeübt wird. Gerade bei jungen Spielern ist es oft unmöglich zeitgleich Schule und professionelle Jungendmannschaften unter einen Hut zu bringen.  
Fußball lebt durch Emotionen und das muss auf ewig so bleiben! – Gesellschaftlich und auch in der Presse-, bzw. Medienlandschaft sollte sich aber langsam ein Gespür dafür entwickeln, zu welchem Zeitpunkt man welchen Artikel man über wen veröffentlicht, welche oft eine Millionenreichweite haben. Zudem muss auch weiter dafür gekämpft werden, dass Depressionen und andere psychische Erkrankungen nicht weiter als Kleinigkeit abgetan werden, sondern genauso schlimm sind, wenn nicht sogar bedrohlicher, wie ein gebrochenes Bein oder ein Kreuzbandriss.

DERBY – EINSCHRÄNKUNGEN

Vor wenigen Wochen vernahmen wir über die Medien die Gerüchte, dass die Polizei und das NRW-Innenministerium zum kommenden Revierderby besondere Maßnahmen planen: Eine Reduzierung auf 5% des Gästekontingents und eine verpflichtende Anreise mit dem Bus.Kurioserweise lobten sich die Ordnungshüter nach dem letzten Derby – ohne derartige Maßnahmen – für ihre aufgegangene Strategie außerordentlich und sprachen vom „friedlichsten Derby seit vielen Jahren“.
Wir als SÜDTRIBÜNE DORTMUND haben für derartige Forderungen kein Verständnis und wir hoffen, dass halbleere Gästeblöcke wie beim Spiel der Gladbacher in Köln allen eine Lehre waren. Obwohl es für BVB-Fans leider fast normal ist, dass man beim Derby nur den Hauptbahnhof, den Busshuttle und den Gästeblock zu Gesicht bekommt, so können wir den Unmut in Gelsenkirchen über die Vorschläge aus dem Polizeipräsidium und Innenministerium nachvollziehen.
Wir sind froh, dass sich die Staatsinstitutionen mit ihren Forderungen zur Anreise nicht durchsetzen konnte – dennoch fordern wir ein echtes Derby. Dazu gehören 10% der Eintrittskarten für den Gastverein.

„Ich weiß ja nicht ob sie es wissen, aber ich bin in Dortmund geboren…“

Jedes mal wenn ich dieses Video sehe, bekomme ich eine Gänsehaut. Dieser junge Mann aus Dortmund-Eving, der auf der gleichen Schule war wie ich, steht da und hat Tränen in den Augen. Ich hoffe das dieser Spieler noch das bekommnt was er verdient, und dass kann nur ein Abschiedsspiel im Westfalenstadion sein!