Ekelhaft.

Natürlich kommen Spieler zum Ballspielverein und gehen auch irgendwann wieder. Darum geht es doch garnicht primär. Ich habe die Hoffnung auf Romantik im Fußball schon lange aufgegeben, aber es ist einfach die Art und Weise der letzten Wechsel. Dann sollen sie vorher keine großen Töne spucken, sondern einfach wechseln oder Bekenntnis abgeben.

Jetzt wird Götze auch noch zurück kommen. Wie soll man damit umgehen? Ich empfinde einfach nur noch Abneigung. Gegen die besagten Spieler und dieses ganze Fußballgeschäft. 

Neben dem ganzen Zeug an Repressionen und Kommerzialisierung, ist das eine weitere Sache, die den Punkt, an dem ich der Profiabteilung von Borussia Dortmund den Rücken kehren werde, nicht mehr weit weg.

11 Borussen tragen unser Trikot – Nicht umgekehrt!

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Bierchen für die Austria

Viele werden sich erinnern: 2005 „übernahm“ RB Salzburg mehr oder weniger die alte Austria, die dann – faszinierend – von Fans wieder gegründet wurde. Mittlerweile hat sich die Austria wieder bis in die Zweite Liga hochgekämpft. Das eigentlich Bedeutende an ihr ist aber, dass sie neben AFC Wimbledon und dem FC United of Manchester vorgemacht hat, was man als Fanszene auf die Beine stellen kann.

Leider hat scheinbar nicht alles gut geklappt, denn mittlerweile fehlt der Austria Geld, laut ihren Ultras über eine Millionen Euro. Schuld daran ist man immer selbst, aber irgendwie wäre es traurig für alle altmodischen Fußballfans, wenn der Fanverein wieder untergehen würde. Mittlerweile gibt es eine Spendenaktion, s.u..

Ich habe mir überlegt, dass ich das kommende Wochenende unter das Motto „Bierchen für die Austria“ stelle und für jedes Bier, das ich an dem Wochenende trinke, nächste Woche einen Euro als Spende an die Austria überweise. Eigentlich trinke ich nicht viel, aber an einem Wochenende mit einer Party, einem noch freien Abend und einem Derbysieg könnte einiges zusammenkommen. „wink“-Emoticon

Wer ist dabei? Klar retten wir die Austria nicht, wenn wir mit 1.000 Leuten jeder 15 Bier trinken und so 15.000 Euro zusammenkommen. Aber man kann es riskieren, so viel Geld ist es nicht für jeden von uns. Wer wenig Geld oder viel Durst hat, kann ja auch 50 Cent pro Bier spenden. Und: Allein ein wenig Aufmerksamkeit tut der Austria sicher gut. Und der Idee des fangeführten Vereins ebenso!

In dem Sinne: Bierchen für die Austria! Prost und Euch ein schönes Wochenende!

Hier noch die Bankverbindung:

Sportverein Austria Salzburg
IBAN: AT234448000020024320
BIC: VOBOAT21XXX
Verwendungszweck: Bierchen für die Austria

Köln vs. GE

Zum Ende der letzten Saison war ich erneut in Köln zu Gast, dieses mal gegen die unaussprechlichen aus GE. Der Tag begann für einen freien Sonntag eigentlich viel zu früh für mich, aber was macht man nicht alles um die Blauen verlieren zu sehen.

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Zeitig ging es also in die Domstadt um sich mit dem einen oder anderen Freund noch auf das ein oder andere Kölsch zu treffen. Im Stadionumfeld fühlte man sich erneut an einen Bürgerkrieg erinnert. Da werden echt Bahnen wo normale Blaue, soweit man bei denen das Wort normal benutzen kann, mit einem kompletten Hunderschaftszug begleitet, wie gesagt, das waren keine Bahnen die mit sportlichen Leuten oder „sogennanten Fans“ besetzt waren. Auch das Polizeiaufgebot war immens, was dann darin gipfelte das die Fantrennung direkt vor dem Stadion eigentlich nicht durchgezogen wurde, da alle Blauen die mit dem Auto, oder einer anderen Richtung als die Bahnen aus der Innenstadt kamen, die Wege der Kölner kreuzten. Brillant gelöst mal wieder.

Im Stadion war es erneut mehr als nur traurig zu sehen was in den letzten Monaten in Köln los ist, kann man über die Aktion in MG geteilter Meinung sein, so ist es einfach unfassbar was der Verein daraus gemacht hat und auch das DFB Urteil ist ein sehr starker Einschnitt. Eine Stimmung war also auf der Heimseite, wie auch bereits beim Spiel gegen die SGE aus Frankfurt zuvor, welches ich auch besuchte, als nicht vorhanden zu bezeichnen. Zwei oder dreimal Stand das Stadion auf, jedoch ebbte es jedes mal schnell wieder ab. Ich bin gespannt wie sich die Fanszene und die Stimmung in Köln entwickeln wird, ich hoffe für die Freunde vor Ort, dass die richtigen Entscheidungen getroffen werden und die Kölner Fanszene zu dem zurück findet was sie ist, eine der stimmungsvollsten und emotionalsten Kurven in unserem Land.

Das Spiel selber stand unter den Vorzeichen, dass der FC endgültig den Klassenerhalt perfekt machen kann und die Blauen tiefer in die Krise schießen kann. Natürlich habe ich zu dem damaligen Zeitpunkt auch noch gehofft das wir in der Tabelle eventuell an ihnen vorbei ziehen können um ihnen die Saison komplett zu versauen, was uns ja leider nicht gelang. Mit einer wirklich tollen Leistung konnten die Blauen, welche wirklich unfassbar schwach auftraten. besiegt und der Klassenerhalt gefeiert werden. Nach dem Spiel gab es noch die eine oder andere Rennerei, aber nur die Üblichen Spielchen, insgesamt blieb es also sehr ruhig und nach dem einen oder anderen kalten Fan-Getränk, konnte ich mit dem zweiten Sieg in der Rückrunde nach Hause aufbrechen, sowie der Erkenntnis, dass diese Menschen einfach in jeder Stadt zu hassen sind, egal ob bei uns oder im Rheinland…

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Darmstadt – Union Berlin

Freitagabend in Darmstadt, was macht man da? Genau, in`s Stadion gehen. Die Lilien empfingen die Eisernen aus der Hauptstadt. Insgesamt einfach schön dieses Stadion, natürlich als Zweitligist mittlerweile auch mit einem Sponsornamen versehen, aber dennoch einfach etwas anderes als die nullachtfuffzehn Bauten in Wolfsburg, Gladbach oder Augsburg.

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Die Darmstädter standen und stehen momentan auf dem zweiten Tabellenplatz, was wie Euch bekannt, zum direkten Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse berechtigt. Sollten sie dies tatsächlich schaffen, ist ein Umzug nach Mainz oder in ein anderes Stadion in der Nähe unausweichlich. Ich bin gespannt wie sich die Situation in Darmstadt entwickeln wird.

Zurück zum Spiel. Die Leute aus Südhessen präsentierten eine Choreo auf der Sitzplatztribüne, welche auch im Block ganz links den „Stimmungsblock“ beherbergt, will man sich hier sicherlich das Dach, der Akustik wegen zu nutze machen. Ansehnlich aber mehr auch nicht. Darmstadt halt. Auf der Seite der Berliner waren diverse Schwenker und anderen Tifomaterial zu sehen, dazu eine nette und gute Pyroshow zum Anpfiff. Fackeln im Block geblieben und mit Breslauern in einem leeren Teil vorne im Block gab das schon ein sehr nettes Bild ab!

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Das Spiel war eigentlich nach 45. Minuten entschieden, denn direkt vor der Halbzeit wurde der Torhüter der Berliner vom Platz gestellt und der Elfmeter zum 2:0 für die Lilien verwandelt. In der zweiten Hälfte wurde dann auf insgesamt 5:0 erhöht, insgesamt etwas zu hoch, wenn auch durchaus verdient, da Berlin kaum etwas entgegen zu setzten hatte.

Zwei inhaltlich (was auch die Hauptsache ist) sehr gute, wenn auch in der Darstellung etwas oldschool wirkende Spruchbänder in Richtung RB und Herrn K. aus H.:

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Ich kann jedem Empfehlen das Stadion in Darmstadt, am besten bei einem Fluchlichtspiel zu besuchen solange es noch nicht umgebaut ist und dort noch Profifußball zu sehen ist, denn das ist schon im immer grauer werdenden Bundesligaalltag etwas sehr besonderes und bringt mich als alten Fußballromantiker ins schwärmen.

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Zu guter Letzt sei noch auf die grandiose „Feuerwurscht“ hingewiesen, die selbst jedem Veganer Tränen der Freude in`s Gesicht zaubern kann.

Köln – Frankfurt und was daraus geworden ist…

Am Sonntag war ich nach einiger Zeit mal wieder zu Gast in Köln. Für die Karten nochmal ein Dankeschön an den wunderschönen jungen Mann, der immer weiß wie er sich zu benehmen hat. Die Vorfälle in MG einige Wochen zuvor, warfen leider einen negativen Schatten auf diese Partie, da die aktive Fanszene des FC in kleinen Gruppen im Stadion stand/saß, vor den Toren stand, oder sich mit den sportlichen Herren aus der Hessenmetropole in der Kölner City auf eine Fanta traf. Die Stimmung war als auf Heimseite schlichtweg nicht vorhanden, obwohl es einige Leute mit „Hennes“-Stofftiermützen und einer Trommel trotzdem versuchten, was leider mehr als peinlich wirkte und daher der Sache nicht unbedingt förderlich zu Gesicht  stand.

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Die Leute aus FFM, die sich gerade nicht am Fantaglas versuchten und den Kölner Dom wohl schon kannten, machten in der ersten Halbzeit einen sehr ordentlichen Eindruck was die Lautstärke anging, wobei dabei natürlich die fehlende Gegenseite auch eine Mitschuld trug. Bei dem ersten Treffer der Hessen war zu sehen das auch extrem viele Anhänger der Eintracht im ganzen Stadion verteilt waren, also insgesamt ein recht ordentlicher Auftritt einer der ehemals besten Kurven in diesem Land, wenn auch nicht der Beste.

Das Spiel bot mehr als ich mir vorher versprochen hatte, waren es doch insgesamt sechs Treffer die es zu bewundern galt. Davon vier auf der meiner Meinung nach „richtigen“ Seite. Trotz dieser hohen Anzahl an Toren ein insgesamt eher schwaches Bundesligaspiel, woran beide Mannschaften aber zu gleichen Teilen eine Schuld trifft.

Nach dem 4:1 hat Frankfurt dann auch die Zaunfahnen abgehangen und das übliche Gepöbel begann, die Sicherheitsmenschen des FC aus der zweitschönsten Stadt in NRW sperrten dann auch direkt mal den kompletten Ausgang Nord-Ost, sodass alle Leute auf der Ost Tribüne den Weg hinter der Süd nehmen mussten, was zu einem ordentlichen Gedränge auf den Gängen und Treppen führte, also aus Sicht der Sicherheit mal wieder alles richtig gemacht.

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Bleibt festzuhalten das es natürlich schön war mal wieder in Köln zu sein und dann noch bei einem Spiel gegen einen Traditionsverein mit einer guten (wenn auch nicht mehr die, die es vor einigen Jahren war. Wobei wir in Dortmund uns da auch an die eigene Nase fassen müssen…) Fanszene. Trotzdem steht über all dem die Angst davor das so etwas wie in Köln, sprich die fehlende Stimmung, bzw. irgendwann die fehlenden Sitzplätze dazu führen werden das wir hier in allen belangen „englische Verhältnisse“ haben. Wenn ich dabei an unsere Spiele gegen Arsenal in der Königsklasse zurück denke, ist mir mehr als Unwohl bei dem Gedanken daran.

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Heute wurde dann das Urteil des DFB verkündet, eine saftige Geldstrafe für den FC und weitere Einschnitte in die Fankultur, welche mit Sicherheit eines nicht bewirken werden, die selbige zu erhöhen…

„Kein Zwanni“ – am 33. Spieltag

Durch die Aktion „12Doppelpunkt12“ ist „Kein Zwanni – Fußball muss bezahlbar sein“ in den letzten Monaten kürzergetreten. „12Doppelpunkt12“ war wichtig und wir wollten die Aufmerksamkeit nicht von dieser Kampagne abziehen. Was aber nicht heißt, dass es keine Gründe für weitere Aktionen gegeben hätte. Im Gegenteil. Viele Vereine schlagen immer hemmungsloser zu. Gerade die Preise für Sitzplatztickets nehmen Dimensionen an, die von den gerne zitierten „englischen Verhältnissen“ nicht mehr weit entfernt sind. Und die natürlich auch die gleichen Folgen haben werden, wenn wir hier nicht entscheiden entgegentreten: Dein Ausschluss ganzer Bevölkerungsgruppen vom „Volkssport Fußball“.

Hinzugekommen sind neue Probleme wie die Zusammenarbeit mit dem Schwarzhändler Viagogo, der die absurden Ticketpreise noch mal in ganz neue Dimensionen hebt. Doch Jammern hilft nichts und dafür gibt es auch keinen Grund. Gerade durch Aktionen gegen ViaNOgo wurde wieder klar, wie viel Macht wir Fans haben. Gratulation nach Hamburg, die es geschafft haben, dass der Hamburger SV den Vertrag mit ViaNOgo gekündigt hat.

Doch nicht nur der „Sündenfall“ der Zusammenarbeit mit ViaNOgo zeigt an, dass wir die Vereine permanent daran erinnern müssen, dass sie dabei sind, sich selbst das Wasser abzugraben. Auch in den regulären Preisen greifen viele Vereine immer hemmungsloser zu. Hier wird es Zeit, mal wieder ein Zeichen zu setzen. Fans können viel bewegen und wir müssen dies nutzen, um die Zukunft des Sportes zu sicher. Das mag pathetisch klingen, aber auch hier sei wieder der Blick nach England empfohlen. Dass was wir in Deutschland – noch – haben ist nichtselbstverständlich und muss permanent verteidigt werden.

In einer Versammlung von Fanclubvertretern haben Anhänger von Borussia Dortmund entschieden, dass sie am vorletzten Spieltag bei ihrem Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg ein Zeichen setzen wollen. Dabei richtet sich der Protest nur zum Teil gegen den VfL. Zwar nimmt auch der VfL bei dem Spiel 19 € für eine Stehplatzkarte und 35 bis 70 € (plus VVK Gebühren)für Sitzplatzkarten, doch steht er dabei leider in schlechter Gesellschaft mit diversen anderen Clubs, wie auch dem BVB selbst, der zwar löblicherweise den Topzuschlag für Gästesteher abgeschafft hat, aber bei den Sitzplatzpreisen deftig hinlangt. Leverkusen ist dieses Jahr besonders negativ aufgefallen. Selbst der Umstand, dass deren Stadion mehrmals bei Topspielen nicht ausverkauft war, konnte die Entscheider bisher nicht zum Umdenken bewegen.

Fans von Hertha BSC, dem 1. FC Köln sowie von Mainz 05 haben bereit erklärt, sich dem Aktionstag anzuschließen. Wir hoffen auf weitere positive Resonanz. Welche Aktionen durchgeführt werden ist natürlich den einzelnen Fanszenen überlassen und hängt eben auch damit zusammen, wie weit die Aktion „Fußball muss bezahlbar sein“ in den jeweiligen Fanszenen verankert ist. Wir hoffen, dass sich auch weitere Fanszenen der Aktion anschließen.

Für Dortmund wurde auf dem Treffen ein 10-minütiges Freilassen des Gästeblocks diskutiert. Ebenso stand eine Mottofahrt zur Diskussion. Hier ist aber noch keine finale Entscheidung getroffen worden, weil wir weitere Resonanz von den Fans haben möchten. Wer Ideen für gute Aktionen hat, kann diese an info@kein-zwanni-de mailen. Darüber hinaus werden die jeweiligen Fanszenen ihre Kommunikationsforen natürlich selbst wählen.

Seid kreativ, seid unbequem, seid solidarisch! Raus zum Aktionsspieltag am 33. Spieltag!

 

Aktuelle Infos immer auf: kein-zwanni.de

Aufruf für das Spiel gegen Hanover [von TU]

Hallo BVB Fans,

nach dem Spiel in der Provinz ist vor dem Spiel gegen Hannover. Über das Spiel in Sinsheim wurde nun mehr als genug geschrieben, behauptet, (v)erklärt, beschuldigt und gesagt. Fakt ist, dass am 12.12.2012 die DFL ein Konzept beschlossen hat, das in wesentlichen Punkten von uns als höchst problematisch gesehen wird. Reaktionen in ganz Deutschland zeigen, dass viele andere Fans in Deutschland über das Ergebnis enttäuscht sind.

Zusammenfassend bleibt, dass wir Fans einige positive Aspekte und Anpassungen erreichen konnten. Fakt ist aber auch, dass die DFL in ihren Anträgen 8, 11 und 14 weiterhin Dinge beschlossen hat, die unserer Meinung nach der Willkürlichkeit Vorschub leisten und die Kollektivstrafe beibehält. Überprüft wird diese Maßnahme lediglich von der DFL selber, eine Institution, der es für uns zurzeit an jeder Glaubwürdigkeit fehlt. Die DFL könnte hier einen Schritt auf die Fans zu gehen und endlich zu einem Dialog auf Augenhöhe einladen. Leider bleibt es aber auch Realität, dass der BVB in unseren Augen eine höchst unglückliche Rolle in der Diskussion gespielt hat. Damit man uns nicht falsch versteht, wir honorieren, dass Herr Dr. Hockenjos kurzfristig immer wieder zur Verfügung stand, um mit einer Gruppe von Fanvertretern kontrovers über das Papier zu diskutieren. Genauso sehen wir es mehr als positiv, dass unser Verein sich am 12.12.2012 positionierte und in Form von Herrn Watzke Antrag 11 & 14 ablehnte. Hier müssen sich andere große Vereine fragen, mit welchen Scheuklappen man denn so durch die Gegend läuft!

Die Aussagen von Herrn Watzke im Nachgang der DFL Mitgliederversammlung halten wir allerdings für unsachgemäß. Man muss nicht Pyrotechnik oder Gewalt befürworten, um gegen die Beschlüsse in Frankfurt zu sein. Hier wäre etwas mehr Schweigen und weniger Populismus gut gewesen. Wir halten auch fest, dass während der medialen Debatte niemand von den Funktionären aufstand und die Dinge in ein rechtes Licht rückte. Erst den Fans und vor allem der Kampagne 12:12 gelang es, die öffentliche Meinung zu beeinflussen, sodass lächerliche Behauptungen und Statistiken erstmals wirklich hinterfragt wurden.

Eine besondere Rolle spielte in den ganzen letzten Monaten leider auch Reinhard Rauball. In seiner Funktion als DFL Präsident entwickelten Vereinsvertreter und vor allem DFL‑Theoretiker unter Federführung von Herrn Peter Peters eben dieses Konzept. Schlussendlich verteidigten beide unisono dieses Konzept nach innen wie nach außen, obwohl mittlerweile eine Menge Kritik an Art und Weise des Zustandekommens, Zeitpunkt und Notwendigkeit im öffentlichen Raum stand. Insgesamt sind wir hier schwer enttäuscht von dem Verhalten unseres Vereinspräsidenten. Mit unserem Schweigen am vergangenen Spieltag haben wir unserer Verbitterung und Frustration Ausdruck verliehen. Das ist für uns als Gruppen der einzige gangbare Weg. Daher ist und war für uns immer noch kein Alltag eingetreten.

Die Entscheidung wie es nach dem 12.12. weitergehen sollte fiel uns nicht leicht und hat auch intern zu vielen und anstrengenden Diskussionen geführt. Bei vielen Mitgliedern ist der Frust über den 12.12.2012 und sein zustande kommen immer noch sehr groß. Am Samstag wurden dann die Fanclubs über unsere Anliegen in Hoffenheim informiert. Die große Mehrzahl der Anwesenden hat diese Entscheidung aber verstanden und hat uns hier begleitet.

Für das Spiel gegen Hannover bitten wir euch noch einmal in diesem Jahr 12:12 Minuten zu schweigen, um danach wieder die gewohnte Atmosphäre im Westfalenstadion zu schaffen. Wir haben allerdings für jeden Verständnis der auf Grund der vergangenen Wochen sich nicht im vollen Maße motivieren kann. Daher haben wir es auch unseren Mitgliedern freigestellt, ob sie sich nach den 12:12 Minuten am organisierten Support beteiligen. Wir weisen in diesem Zusammenhang auch darauf, dass die Hannoveraner Szene sich ebenfalls für einen Boykott ausgesprochen hat. Das Ziel muss es sein, der DFL ein unmissverständliches Zeichen zu senden, dass man sich endlich mit den Fans an einen Tisch setzt. Die Kontroverse über das Papier hat gezeigt, dass es nicht reicht, wenn nur die Vereine mit ihren Fans kommunizieren. Auch die Funktionäre der DFL müssen sich endlich öffentlich zu einem direkten Dialog bekennen.

Wir sind uns bewusst, dass diese Entscheidung auch Unverständnis hervor ruft, für sachliche Kritik stehen wir gerne bereit. In der Vergangenheit haben wir durch das Fanclub Treffen und offene Stammtische bereits bewiesen, dass wir uns möglicher Kritik und Diskussionen stellen. Bitte habt nur Verständnis, dass wir in der Kürze der Zeit noch keinen festen Termin oder Ort anbieten können. Wir holen das nach!

Wir hoffen wie ihr auf einen Sieg gegen Hannover, so dass wir in drei Wettbewerben überwintern. Das wäre ein riesiger Erfolg und auch in Dortmund etwas ganz besonderes.

 

Checkt: http://www.the-unity.de