Franz Jacobi und die Wiege des BVB – Interview

Anlässlich der Filmpremiere des lange erwarteten Filmes über die Gründungsgeschichte unseres geliebten Ballspielvereines, habe ich mich mit Jan-Henrik Gruszecki über den Film und seine Begleitumstände unterhalten.

Warum das ganze Projekt? / Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Seit dem Jahr 1909 wirkt gefühlt die DNA bis in die heutige Generation hinein und hat die ganze Stadt geprägt. Sie hat Dinge wie das Weiterkommen gegen Malaga passieren lassen. Der BVB ist sehr Durchsetzungsstark geworden, diesen und weitere Attribute wollten wir versuchen auf die Leinwand zu bringen. Die „DNA des Wahnsinns“ – versuchen wir quasi diesem Film zu Vermitteln. Die komplette Gründungsgeschichte ist natürlich schwer in einen einzelnen Film zu bannen. Selbige ist immer noch enorm wichtig und der Grundstein unseres Vereines. Genau das wollen wir durch Audiovisuelle Medien dokumentieren, sodass die aktuelle Generation, aber auch eben jede am 250. Geburtstag von Borussia noch weiß, wo der Ballspielverein herkommt.

 

Wer steckt dahinter?

Marc Quambusch, Jan Hendrik Gruszecki (beide auf verschiedene Art und Weisen Teil der Dortmund Fanszene – anm. von GWSDO) sowie Gregor Schnittker, der bereits mir dem Buch „Unser ganzes Leben“ in Erscheinung getreten war und wir damals bereits Kontakt hatten. Er war mit einem sehr hohen Anteil an der Recherche beteiligt. Quasi der Gegenpol zu uns beiden.

Zudem 250 weitere Leute plus Komparsen, sehr viele Leute in Archiven. Außerdem gilt es zu erwähnen das alle deutlich mehr gemacht haben, denn sonst wäre das Projekt so nie zu realisieren gewesen. Sprich es gab sehr viel Ehrenamt.

 

Stichwort Crowdfunding, wieviel hattet ihr an Budget zur Verfügung?

ca. 250.000 Euro, durch Sponsoren und das Crowdfunding, da gilt es im Nachhinein sehr vielen Leuten einfach Danke zu sagen. Wobei nach Ausliefern, Steuern etc. bleibt von 19 Euro die jemand für eine DVD gespendet hat leider nicht mehr viel übrig.

Der BVB hat sich super verhalten, nicht nur das er 50.000 Euro zu dem Budget hinzu geschossen hat, dazu hat die Marketingabteilung ihr Wissen mit uns geteilt. Insgesamt haben wir bei einem Vorschlag niemals ein Nein vom BVB bekommen. Carsten Cramer (Marketing Guru des BVB – Anm. von GWSDO) hat mir sogar eine Akkreditierung zum Sponsorengewinn in den Logen des Westfalenstadion ausgestellt, hier war auch noch einiges an Budget zu holen. Die Ultras auf der Süd haben mit Bechersammelaktion auch geholfen Geld zu sammeln, sprich jeder im rahmen seiner Möglichkeiten.

 

Wurde der Film komplett in Dortmund gedreht und wie lange geht der Streifen?

Nein, die Fußballszenen sind im Poloclub Willich entstanden, denn wie brauchten eine große Wiese und hatten viele Probleme damit einen Standort zu finden indem keine moderne Architektur oder Strommasten zu sehen sind, diese passen natürlich nicht in die damalige Zeit. Zudem sind weitere Szenen im Bergarbeiter-Wohnmuseum in Lünen und dem Sportplatz in Alt Lünen Sportplatz entstanden. Was uns sehr Stolz mach ist, dass wie die Gründung vom BVB im echten Spiegelsaal, also am Originalschauplatz drehen konnten.

Die Laufzeit beträgt 110 Minuten – Spielfilm ca. 95 Minuten dann folgt der recht lange Abspann.

 

Wie habt ihr das ganze realisiert und wie viel Zeit und Mühe hat es in Anspruch genommen?

Fast genau zwei Jahre, die Idee ist damals in Hamburg entstanden. Ich habe damals auf der Wikipedia Seite von Franz Jacobi gelesen, dass sein Grab entfernt wurde. Da war mir klar, wir müssen dem Gründer des BVB ein Denkmal setzten.

 

Vor einigen Tagen war die Premiere, wart ihr zufrieden? Wie war die Reaktion des Publikums?

Überwältigend, um es mit einem Wort zu beschreiben. 600 Leute stehen nach dem Film auf darunter z.B. Reinhard Rauball oder Michael Zorc der mich seit Kindesbeinen beim BVB in welcher Funktion auch immer begleitet hat. Da hatte ich schon Gänsehaut. Also auch insgesamt durchweg positiv.

 

Wo kann ich mit den Film ansehen, bzw. wo auf DVD kaufen?

Wir warten auf die FSK Freigabe denn ohne ist kein Verkauf in Deutschland zulässig. Dann gibt es den Film auf www.fanz-jacobi.de zu erwerben, da wird er genauso Teuer wie vorher als Spende, um eine noch kleine Finanzlücke zu schließen. Sollten wir Gewinn erzielen, Spenden wir den Überschuss an eine soziales Projekt rund um den Borsigplatz.

Das Roxy-Kino in Dortmund zeigt den Film auch bald. Ansonsten im örtlichen Kino anrufen und denen kundtun, wir möchten den Film sehen, denn wir sind bereit Deutschlandweit Franz Jacobi Nächte zu starten. Dann würden wir vorbei kommen und noch einiges zu den Hintergründen des Filmes erzählen, hierzu haben wir bereits viele Anfragen.

 

Habt ihr weiter Projekte dieser Art in Planung?

Ganz viele Ideen liegen bereits in der Schublade. Bis diese umgesetzt werden können, wird es aber noch sehr lange dauern. Dann wird es aber definitiv kein Crowdfunding.

 

Danke für das Interview und Deine Zeit Janni!

Weitere Infos auf: http://franz-jacobi.de

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