„Kein Zwanni“ – am 33. Spieltag

Durch die Aktion „12Doppelpunkt12“ ist „Kein Zwanni – Fußball muss bezahlbar sein“ in den letzten Monaten kürzergetreten. „12Doppelpunkt12“ war wichtig und wir wollten die Aufmerksamkeit nicht von dieser Kampagne abziehen. Was aber nicht heißt, dass es keine Gründe für weitere Aktionen gegeben hätte. Im Gegenteil. Viele Vereine schlagen immer hemmungsloser zu. Gerade die Preise für Sitzplatztickets nehmen Dimensionen an, die von den gerne zitierten „englischen Verhältnissen“ nicht mehr weit entfernt sind. Und die natürlich auch die gleichen Folgen haben werden, wenn wir hier nicht entscheiden entgegentreten: Dein Ausschluss ganzer Bevölkerungsgruppen vom „Volkssport Fußball“.

Hinzugekommen sind neue Probleme wie die Zusammenarbeit mit dem Schwarzhändler Viagogo, der die absurden Ticketpreise noch mal in ganz neue Dimensionen hebt. Doch Jammern hilft nichts und dafür gibt es auch keinen Grund. Gerade durch Aktionen gegen ViaNOgo wurde wieder klar, wie viel Macht wir Fans haben. Gratulation nach Hamburg, die es geschafft haben, dass der Hamburger SV den Vertrag mit ViaNOgo gekündigt hat.

Doch nicht nur der „Sündenfall“ der Zusammenarbeit mit ViaNOgo zeigt an, dass wir die Vereine permanent daran erinnern müssen, dass sie dabei sind, sich selbst das Wasser abzugraben. Auch in den regulären Preisen greifen viele Vereine immer hemmungsloser zu. Hier wird es Zeit, mal wieder ein Zeichen zu setzen. Fans können viel bewegen und wir müssen dies nutzen, um die Zukunft des Sportes zu sicher. Das mag pathetisch klingen, aber auch hier sei wieder der Blick nach England empfohlen. Dass was wir in Deutschland – noch – haben ist nichtselbstverständlich und muss permanent verteidigt werden.

In einer Versammlung von Fanclubvertretern haben Anhänger von Borussia Dortmund entschieden, dass sie am vorletzten Spieltag bei ihrem Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg ein Zeichen setzen wollen. Dabei richtet sich der Protest nur zum Teil gegen den VfL. Zwar nimmt auch der VfL bei dem Spiel 19 € für eine Stehplatzkarte und 35 bis 70 € (plus VVK Gebühren)für Sitzplatzkarten, doch steht er dabei leider in schlechter Gesellschaft mit diversen anderen Clubs, wie auch dem BVB selbst, der zwar löblicherweise den Topzuschlag für Gästesteher abgeschafft hat, aber bei den Sitzplatzpreisen deftig hinlangt. Leverkusen ist dieses Jahr besonders negativ aufgefallen. Selbst der Umstand, dass deren Stadion mehrmals bei Topspielen nicht ausverkauft war, konnte die Entscheider bisher nicht zum Umdenken bewegen.

Fans von Hertha BSC, dem 1. FC Köln sowie von Mainz 05 haben bereit erklärt, sich dem Aktionstag anzuschließen. Wir hoffen auf weitere positive Resonanz. Welche Aktionen durchgeführt werden ist natürlich den einzelnen Fanszenen überlassen und hängt eben auch damit zusammen, wie weit die Aktion „Fußball muss bezahlbar sein“ in den jeweiligen Fanszenen verankert ist. Wir hoffen, dass sich auch weitere Fanszenen der Aktion anschließen.

Für Dortmund wurde auf dem Treffen ein 10-minütiges Freilassen des Gästeblocks diskutiert. Ebenso stand eine Mottofahrt zur Diskussion. Hier ist aber noch keine finale Entscheidung getroffen worden, weil wir weitere Resonanz von den Fans haben möchten. Wer Ideen für gute Aktionen hat, kann diese an info@kein-zwanni-de mailen. Darüber hinaus werden die jeweiligen Fanszenen ihre Kommunikationsforen natürlich selbst wählen.

Seid kreativ, seid unbequem, seid solidarisch! Raus zum Aktionsspieltag am 33. Spieltag!

 

Aktuelle Infos immer auf: kein-zwanni.de

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