Sommerloch – oder: Mit gleichem Maß gemessen?

Der aktuelle Status? Was im Moment so passiert? Was kann meine werte Leserschaft momentan begeistern? Ich weiß es nicht. Ein Testspiel, ein Sinnlos-Tunier, ein Testspiel, ein Sinnlos-Cup… Nichts wirklich weltbewegendes. Auch die 300.000 Saisonprognose in einem Fußballblog will ich Euch ersparen. Heute dann etwas was mich wirklich geschockt hat. Dieser Artikel hat mich wirklich geschockt! Auch wenn ich mittlerweile mitteilen kann, dass es nicht zu diesem Horrorszenario kommen wird. Wir weit geht es noch. Angefangen von Polizeihunden die nach Pyro die Kronjuwelen, in Essen bei unserem Spiel bei RWE  beschnüffeln, Cops die einfach nur aggressiv sind und nur darauf warten ausflippen zu können, das Ausziehen von Schuhen und runter lasssen von Ku-Bu`s vor Stadien und die erst kürzlich auf sg.de zu lesenden Schikanen gegen die Mädels aus FFM. Wie weit soll sich diese Spirale noch drehen? Unglaublicher Aufschrei in den Medien als klar war, wer in der 2. Bundesliga spielen wird. Es wurde von Krawallen berichtet, bevor der Ball das erste mal rollte. Was ist bis jetzt passiert? Nichts! Es sollte nicht immer vom schlimmsten ausgegangen werden. Klar sind die Jungs aus FFM, HRO, DD und Braunschweig nicht unbedingt Kinder von Unschuld. Auch die Linken-Ultras-Mit-Den-Marken-Jacken von Gerald A. Ex-Verein flippen manchmal aus. Aber wer tut dies nicht. Nur weil Leute im Stadion ausflippen, ggf. über die Stränge schlagen sind sie schlimmer als einer der besoffen mit dem Auto über die Bahn heizt? Nein! Auch das Beispiel Paolo Guerrero bringt mich jedesmal auf`s neue auf die Palme. Als er im Heimspiel gegen Hannover 96 am 4. April 2010 aus dem Innenraum des Stadions einem Zuschauer auf der Tribüne eine etwa 0,7 Liter fassende, gefüllte Plastik-Trinkflasche an den Kopf geworfen hatte, war der Aufschrei kurz groß. Unglaublich Miese Szene von ihm. Aber menschlich. Er war nach dem Spiel, dass für ihn das erste nach einer langen Verletzungspause war. Er war frustiert und wurde wohl bepöbelt, da können einem die Sicherungen durchbrennen. Nicht schön, aber wie schon geschrieben menschlich. Nun stellen wir uns vor, ein Fan, ggf. noch jemand aus der aktiven Fanszene eines Vereins hätte einen Becher oder einen anderen Gegenstand auf gegnerische Fans/Spieler wem auch immer geschmissen und wäre dabei so gefilmt worden wie Herr G… Er hätte ein lebenslanges Stadionverbot bekommen, eine Strafanzeige inklusive Verurteilung und eine Hetze durch die Presse wie man sie noch nicht gesehen hat. Das ist das was mich daran so angewidert. Für den Spieler des HSV`s war das ganze nur eine Lachnummer. Die Strafen durch den eigenen Verein und den DFB hat er aus der Portokasse gezahlt. Entweder wird der Stadion als emotionaler Ort gewertet, an dem sich Szene wie dieser ereignen können, natürlich nicht sollen, aber es kann nun mal sein. Oder wir sagen gleiches Recht für alle und Paolo Guerrero hätte nie wieder ein deutsches Bundesligastadion betreten dürfen. Was ist aus dem Becherwurf von St. Pauli geworden? Das Medieninteresse nimmt ab und niemand hinterfragt das, was damals geschehen ist. Es wird nur eine Situation, das Verhalten eines einzelnen gesehen und daraus wird pauschalisiert. Das der Becher eindeutig von einer Sitzplatz-Tribüne kam, da wo also nicht „so genannte Fans“ stehen, sondern die sitzen, die das ganze Theater in der Südkurve überhaupt erst möglich machen. [Remember Uli H. aus München, anno 2007] Komisch das niemand auch nur ansatzweise darüber sprach. Was können wir Dortmunder eigentlich froh sein, dass wir noch leben. Waren doch zum letzten Spiel unserer Borussia die Menschenfresser aus Frankfurt angereist. Was wurde nicht eine Panikmache vor dem Spiel betrieben. Was ist passiert? Natürlich nichts. Auch hier will ich die Jungs aus FFM nicht zu friedliebendes Pastorkindern machen, aber man muss auch mal ruhe bewahren und nicht im Vorfeld einen Spieles schon das verbreiten was man am nächsten Tag auf die erste Seite packen will. Polieieinsetzte sollten grundsätzlich auch kontrolliert werden, die Cops sollten nummeriert werden, wenn sie sich schon vermummen und vor allem sollten sie das sein, für was sie ausgebildet wurden: Eine Truppe die eingreift wenn Gefahr besteht und nicht selber eine Gefahr sein, wie in Sevilla. Bleibt zu hoffen das langsam mal ein Eindenken bei den verantwortlichen bei DFB, der Presse und der Polizei einsetzt, aber ich glaube leider das sich die Spirale immer weiter drehen wird, bis wir den ersten haben um den wir trauern müssen…

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Ein Gedanke zu “Sommerloch – oder: Mit gleichem Maß gemessen?

  1. Tobi 28. Juli 2011 / 17:44

    …ich sags mal so… Der Text ist sehr gut, aber mit der Gesichtserkennung wird doch eh schon gemacht… Die Kameras in Deutschen Stadien zoomen so gut ran und können dich so oder so erkennen (je nach dem was/wem sie gerade suchen) und dann hätte man die Gesichtserkennung… Das die Cops durchnummeriert werden steht ja meine ich in Berlin schon fest… Dann wirds auch nicht mehr lange dauern das es hier in den Pott kommt. Das mit der „Guerrero-Szene“ gebe ich auch zu 1909% recht… Hätte das einer von uns gemacht hätten wir nie wieder ein Stadion von innen sehen dürfen (Offiziell ;))

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