…nur für einen Punkt, mit einem Taxi…

Was eine Tour. Für mich das erste Spiel vom Ballspielverein im Stadion seit Januar und dann in Paris. Aber von vorne. Mittwoch Abend gesellten sich Iron-Basty und ich uns erst mal Richtung Kaufland um alle lebensnotwendigen Dinge für die Fahrt kaufen zu können. Die Schweine vom Kaufland haben im November nur noch zwei Grillmodelle! Skandal, gibt es doch bestimmt viele, die zu dieser Jahreszeit noch auf dem Rastplatz grillen wollen, aber so kam es wie es kommen musste und der Grill fiel flach. Umgeschwenkt auf Fleischwurst und andere tote Tiere, auch gut. Danach den Abend bei mir und einer guten Blu-Ray ausklingen lassen. Zu sehen gab es einen Klassiker.  Richtig Los ging es für IB und mich am Donnerstag Morgen um 03:50 Uhr Richtung Dortmunder Westen, wo der erste Mitfahrer eingesammelt wurde, danach noch in den schmutzigen Norden und letztendlich nach Datteln wo der bessere Teil von den besten Berichtschreibern [tm] eingesammelt wurde. Danach ab auf die Bahn, durch diverse Dörfer geheizt, und zum Glück aller Mitfahrer auch Köln und andere Stauzentren durchfahren bevor auch dort die Leute auf Maloche mussten. Dann die erste Pause gemacht. Fragt mich nicht mehr wo, war noch Deutschland. Hier auf die fünf Szenebusse getroffen bisschen gequatscht was in den wuchtigen Rumpf gehauen und los ging`s weiter Richtung Belgien, das aber komplett durchfahren wurde. Dann, nach der überqueren der französischen Grenze, erneut pausiert und wieder einen Bus getroffen, dessen Fahrer uns gegen unseren Willen mindestens 10 Minuten irgendwelche Tipps für Busfahrer in Paris gab, auch nachdem ihm klar war, dass wir eine Autobesatzung sind. Komische Menschen gibts es… Wieder rein in die Karre und weiter Richtung Amiens, das auch nach einer gefühlten Ewigkeit erreicht wurde. Hier konnten dann die letzten beiden, hinterlegten Tickets abgeholt werden. Hier fiel Nils, leider erneut durch abfällige Bemerkungen gegenüber französischen Frauen auf, danke dafür! Danach ging es mit musikalischer Begleitung durch Felix de Luxe gen Paris! Bei der Einfahrt in diese Stadt ist mir erst mal bewusst geworden wie riesig diese Stadt ist. Schon überwältigend wenn du in keine Richtung das Ende sehen kannst, obwohl du über eine Erhöhung fährst. Mit der Einfahrt fing das Elend des Verkehrs auch schon an, unglaublich wie diese Spinner Auto fahren. Nachdem J. aus D. eine junge Frau in einem Bus mehrfach mit Blicken belästigt hatte, ging es auf den Arc de Triomphe zu. Einfach nur krank was da abgeht. Gefühlte 100 Zufahrten in den Kreisverkehr ohne Spuren, machen das fahren da echt nicht gerade einfach. Wir haben es irgendwie überstanden, fragt mich nicht wie. Danach weiter durch Baustellen, Smart`s und nicht vorhandene Vorfahrtsegeln gekämpft, um endlich im engsten Parkhaus der Welt an zu kommen. Auto abgestellt und Reservierung abgeklärt. Dann endlich Richtung Eiffelturm! Dort angekommen, bot sich mir ein schönes Bild, tausende Borussen in einer fremden Stadt, keine Cops und eine angenehme Stimmung. Nun ging es darum sich die Zeit bis zum Abmarsch Richtung Stadion totzuschlagen. Was mit vielem Gequatsche,  Kronen, Fotos und Hot-Dogs auch gut gelang. Als es dann Richtung Stadion ging, war das erste mal Gänsehaut bei mit angesagt. Einfach ein unbeschreibliches Gefühl durch Paris zu laufen, für den Ballspielverein zu singen und die Stadt Dortmund würdig zu vertreten. Optisch und akustisch vom feinsten, versteht sich! Plötzlich standen wir dann vor einer Metro-Station an der es ewig gedauert hätte, bis wir hätten abfahren können. Schlau wie ich bin, habe ich mir die Jungs geschnappt, wir sind zu einer anderen Station gelaufen und sind mit umsteigen recht zügig am Stadion angekommen. Das Bild das sich mit dort bot, war mir jedoch mehr als nur suspekt. Genau das, was ich am Eiffelturm noch so geil fand, wurde da zur nichte gemacht. Hunderte aggressive Bullen, Wasserwerfer und dutzende Pferde mit Würstchen auf dem Rücken erwarteten den schwarz gelben Mob. Auch toll das niemand genau wusste durch welche Seitenstraße, wer mit welchem Ticket durch muss. So dass es dazu kam das Dortmunder bis zu fünf (!) mal um das ganze Stadion laufen mussten, bis ihnen Einlass gewährt wurde. Einfach nur schlecht was da um das Stadion abging. Als wir endlich den Block betreten hatten, war es irgendwie als wären die Monate ohne Stadion nicht gewesen. Die gleichen Gesichter, die gleichen Gesänge, irgendwie einfach nur geil. Die Stimmung war meiner Meinung nach gut, zwar nicht perfekt aber ich würde ihr schon ein „gut“ attestieren. Die Pöbeleien der Pariser Kinder waren zwar derbe lächerlich, nervten aber trotzdem ziemlich. Anzumerken ist an dieser Stelle das im Stadion 0,5 l PET Flaschen Cola, Fanta, usw. verkauft wurden, jedoch ohne Deckel, da dieser als Wurfgeschoss hätte dienen können. Zum Spiel selber muss ich ja nicht soviel schreiben, jeder von uns hat es gesehen. Leider hat Lewandowski das Ding nicht gemacht, da wäre das Stadion auf jeden Fall explodiert. An dieser Stelle sei nochmal die Geste von Roman zu erwähnen, großes Kino Herr W.! Nach dem Spiel dann gesammelt und wieder Richtung Parkhaus. Die Idee erneut nicht die Station direkt vorm Stadion zum nehmen war zwar nett, aber leider zog sich der Weg zu einer anderen für mich so was von der in die LängeDort angekommen konnte dann durchgefahren werden,  bis zur Station „lena“ die fast am Parkhaus lag. Zu meinem dortigen Leidwesen, aber momentaner Freude, da die Fotos doch recht nett sind, wurden mindestens 6 Mio. Fotos vom leuchtenden Paris, insbesondere des Eiffelturms gemacht. Im Parkhaus  den Brechtener begrüßt und rein in die Karre. Leider machte uns das Navi ein Strich durch die Rechnung, sodass wir noch ca. 45 Minuten durch Paris gurken mussten, weil selbst nach funktionsaufnahme durch selbiges, alle Auffahrten auf die A1 Richtung Lille gesperrt waren. Irgendwann habe ich es dann aber doch geschafft auf die A1 zu kommen, wo, und wie? Keine Ahnung aber wir waren auf  dem richtigen Weg. Nach einiger Zeit merkte ich aber, dass ich am Ende meiner Kräfte angekommen war, was das führen eines PKW`s anging und Big S. übernahm das Steuer und führte uns durch Belgien zurück in die Bierhauptstadt, wo ich, nachdem ich alle weg gebracht hatte einfach nur noch ins Bett gekrochen und in eine tiefes Koma gefallen bin. Aber es hatte sich gelohnt. Ich hofffe das es die Borussia irgendwie noch schafft und in die KO-Runde einzieht, denn ihr könnt sicher sein, sollte das der Fall sein, fahren wir erneut mit einem Taxi, wohin weiß ich noch nicht, aber es wird fahren….

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